Erstes gemeinsames Motorradwochenende nach 10 Jahren Stammtisch

Zehn Jahre Motorradstammtisch – und nun war es endlich so weit: Unser erstes gemeinsames Motorradwochenende stand an! Ein großes Dankeschön geht dabei an Inge und Peter, die die Organisation in die Hand genommen und für ein rundum gelungenes. Wochenende gesorgt haben.

Mit dabei waren Stephan und Elke, Michael und Elke, Peter und Inge, Renate und Jörg sowie Iris und Axel. Stephan und Elke reisten mit dem Auto an, da Stephan nach längerer Mopedpause lieber auf vier Rädern unterwegs sein wollte. Iris laboriert leider noch an ihrem Sprunggelenksbruch – aber auch dafür gab es eine perfekte Lösung: Peter lieh Axel sein schönes GS-Gespann. So konnten Iris und Axel dennoch stilecht und mit ordentlich Seitenwagen-Charme anreisen.

Unser Quartier war das Berghaus Winterberg in Neuastenberg. Das Haus wird von einem niederländischen Ehepaar geführt, das uns ausgesprochen herzlich empfing. Am Anreisetag fanden wir uns zunächst auf der Terrasse zum Quatschen, Lachen und gemütlichen Beisammensein ein. Zum Abendessen gab es Schnitzel mit Pommes und Salat, gefolgt von einem leckeren Nachtisch. Besser kann ein Tourwochenende kaum beginnen!

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Morgen los. Während Stephan und Elke eine Radtour unternahmen, startete der Rest mit fünf Solomaschinen und einem Gespann auf die von Peter sorgfältig ausgesuchte Strecke. Peter fuhr voraus und führte uns über herrliche Straßen und durch schöne Landschaften.

Am Ortsschild von Münchhausen wurde ein Fotostopp für die Tourenzielfahrt eingelegt. Unser heutiges Ziel war nämlich der Biergarten neben der Martinskirche auf dem Christenberg, eine Kapelle auf der Liste der diesjährigen Tourenzielfahrt. Die Motorräder standen am Straßenrand, die Kameras klickten, die Fotosession war erfolgreich beendet. Doch als es weitergehen sollte, hatte das Gespann plötzlich andere Pläne: Es sprang nicht mehr an.

Nun war Teamgeist gefragt! Gemeinsam wurde geschaut, geprüft und gefachsimpelt – selbst der Telefonjoker Mike konnte nicht helfen. Auch ein Überbrückungsversuch brachte keinen Erfolg. Dann kam Peter die rettende Idee: Vielleicht passt ja die Batterie von Renates Motorrad? Gesagt, getan – Batterie aus Renates Moped ausgebaut, ins Gespann eingesetzt, und schwupps: Das Gespann lief wieder!

Nun stellte sich nur noch die Frage, was mit Renates Motorrad geschehen sollte. Inge klingelte kurzerhand bei einer Anwohnerin und fragte, ob wir das Moped dort vorübergehend unterstellen dürften. Die nette Dame zeigte uns tatsächlich einen sicheren und passenden Platz. Während Peter nach Bielefeld düste, um die neue Batterie, die bereits in seiner Garage lag, zu holen, konnte die Tour weitergehen.

Auf den kleinen technischen Nervenkitzel wurde erst einmal auf dem Christenberg eine Pause eingelegt. Da im Biergarten leider eine geschlossene Gesellschaft feierte, mussten wir zwar drinnen Platz nehmen – aber ein Getränk schmeckt nach so einer Aktion schließlich überall. Anschließend übernahm MiBo die Streckenführung und führte uns auf schönsten Straßen über noch ein weiteres Tourenziel, die Fachwerkkapelle in Sassenhausen, nach Schmallenberg ins Schmiedecafé. Dort gab es, wie einige von uns fanden, die besten Kuchen überhaupt. Eine ausgiebige Pause war also Pflicht.

Peter stieß mit der neuen Batterie wieder zu uns, und gemeinsam ging es zurück zum Berghaus. Dort machten sich Peter und Jörg direkt an den Einbau der neuen Batterie ins Gespann. Sie funktionierte sofort. Damit die Batterie auch gleich richtig geladen wird, fuhren die beiden anschließend mit dem Gespann noch einmal nach Münchhausen, um Renates Motorrad abzuholen. Währenddessen hatten es sich die anderen schon gemütlich gemacht.

Am Abend erwartete uns erneut ein tolles Essen: Hähnchenspieße mit Erdnusssoße, Kartoffelecken und Salat. Beim Nachtisch durfte sich jeder sein Eis selbst aussuchen – ein wunderbarer Abschluss für einen ereignisreichen Tag. Peter und Jörg waren erstaunlich schnell wieder zurück und konnten ihr wohlverdientes Essen ebenfalls noch genießen. Der Abend klang anschließend in bester Stammtisch-Manier gemütlich aus.

Am nächsten Morgen machten sich Axel, Iris, Renate, Jörg, Michael, Elke, Inge und Peter gemeinsam auf den Heimweg. Natürlich hatte Peter auch dafür wieder eine schöne Strecke ausgesucht. Bei einem Zwischenstopp wurde in einem netten Biergarten noch etwas getrunken und leckeres Eis gegessen, bevor sich die Wege nach und nach trennten und alle gut zu Hause ankamen.

Es war ein tolles erstes gemeinsames Tourwochenende mit schönen Straßen, gutem Essen, viel Gelächter, einer kleinen Batterie-Odyssee und vor allem einem großartigen Teamgeist. Eines ist sicher: Nach zehn Jahren Stammtisch darf die nächste Motorradtour nicht wieder so lange auf sich warten lassen!

– Ein Beitrag von Iris Möllers

  

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